10 Tipps für den Kauf von Kinderschuhen

1. Achten Sie nicht nur auf den Preis sondern auf die Qualität! Dicke Nähte, Knöpfe oder Schnallen können Druckstellen ergeben. Echtes Leder ist wichtig, denn es ist elastisch. Kunstleder im Gegensatz bleibt starr. Außerdem sorgt atmungsaktives Material wie Leder dafür, dass der Fuß nicht schwitzt. Da Kinderfüße viel mehr schwitzen als Erwachsenenfüße, müssen die Materialien atmungsaktiv sein.

2. Kaufen Sie Schuhe nachmittags, denn die Kinderfüße werden im Laufe des Tages um bis zu 4% größer.

3. Die Gesundheit ist wichtiger als die Schönheit, daher sind harte Kunststoffschuhe, Ballerinas oder Flip Flops ungeeignet für Kinderfüße. Auch Schuhe mit Absätzen gehören auf keinen Fall an den Kinderfuß.

4. Achten Sie auf passende Socken. Zu kleine Socken engen den Kinderfuß ein und sind genauso schlimm wie zu kleine Schuhe. Natürlich dürfen die Socken aber auch keine Falten bilden.

5. Größenangaben genügen nicht. Die Größen von verschiedenen Schuhmarken fallen oft sehr unterschiedlich aus. Kaufen Sie deshalb nie nach Größenangaben, sondern nehmen Sie sich Zeit für den Schuhkauf und probieren Sie die passenden Schuhe zu finden.

6. Die richtige Größe ist essentiell. Nach vorn sollte mindestens ein Daumen breit Luft sein (10-12 mm wären ideal). Möglichkeiten, um zu überprüfen, ob der Schuh passt, sind die bereits genannte Daumenprobe oder das Anfertigen einer Schablone.

Daumenprobe: Bei der Daumenprobe überprüft man, ob zwischen längster Zehe (das muss nicht immer die große Zehe sein) und Schuhspitze noch eine Daumenbreite Platz ist. Achtung: Es wird vermutet, dass Kinder, sobald sie Druck auf den Zehen spüren, die Zehen einziehen. Deshalb bei der Daumenprobe eine Hand auf den Vorfuß legen (so spürt man, wenn die Zehen angezogen werden) und mit dem Daumen der anderen Hand messen.

Schablone zeichnen: Bei dieser Methode stellt man das Kind barfuß (Socken, die nicht passen, können den Fuß verkleinern) auf einen Karton und zeichnet den Umriss beider Füße nach (üblicherweise ist ein Fuß etwas länger). Bei der längsten Zehe fügt man 12 mm hinzu. Dann wird die Schablone ausgeschnitten und in den Schuh gesteckt. Passt die Schablone in den Schuh, passt auch der Schuh (Länge).

7. Beim Schuhkauf muss immer der längere Fuß maßgeblich sein. Oft haben Menschen unterschiedlich große Füße. Bei Rechtshändern ist meist der rechte Fuß größer, bei Linkshändern der linke. Mit Einlagen oder einem sogenannten Platzhalter vom Orthopäden lassen sich größere Längenunterschiede ausgleichen.

8. Achten Sie auf die richtige Breite. Ist ein Schuh zu eng, sollte ein weiter geschnittenes Modell ausgesucht werden und nicht einfach ein größerer Schuh. Ist der Schuh zu weit, hilft die kürzere Länge auch nicht weiter.

9. Probelaufen ist wichtig um die optimale Passform zu ermitteln. Außerdem sollten Modelle von verschiedenen Herstellern anprobiert werden um den optimal passenden Schuh zu finden. Da Füße oft asymmetrisch sind, sollten grundsätzlich beide Schuhe anprobiert werden.

10. Leichte Schuhe mit einer dünnen Sohle sollten gewählt werden, denn schwere Schuhe belasten die Gelenke und die Wirbelsäule.

Beachtet man möglichst viele dieser Tipps bei jedem Schuhkauf, können Fußfehlstellungen vorgebeugt werden. Es ist nicht ein einzelner schlecht passender Schuh, der die Fußgesundheit ruiniert, sondern das kontinuierliche Tragen von falschen Schuhen. Es ist deshalb unbedingt ratsam auf fachkundige Beratung zurückzugreifen, um Fehler zu vermeiden.

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